, Kaufmann Christoph

Besuch Stadlerrail

1989 startete die Erfolgsgeschichte Stadler Rail mit 18 Mitarbeitenden. Ende 2018 waren es bereits 8500 Mitarbeitende mit einem Umsatz von 2 Mia CHF.

Mit dem Besuch am 29. März 2019 hatten wir uns einen denkwürdigen Tag in der Geschichte der Firma Stadler Rail AG ausgewählt. Am Tag unseres Besuches wurde das Datum des Börsenganges, 12. April 2019, im Rahmen einer Pressekonferenz angekündigt. Börsengang und weitere Erfolgsnachrichten haben bei uns allen die Erwartungen für den Besuch der Stadler Rail noch zusätzlich gesteigert. 45 Mitglieder freuten sich auf den Einblick in eine der spannendsten Schweizer Firmen.

Eine Firma, die vieles verkörpert was wir uns für die Schweizer Wirtschaft wünschen. Durch die Entwicklung / Produktion von hochwertigen Schienenfahrzeugen ist Stadler Rail international sehr erfolgreich und generiert laufend Arbeitsplätze im Inland und Ausland.

Nach einem, von Stadler offerierten Apéro Riche, wurden wir im Auditorium begrüsst.

Der Referent, ein langjähriger Mitarbeiter, hat uns mit Herzblut in die Geschichte, Produkte und Marktsegmente der Firma eingeführt. Die Betonung liegt hier tatsächlich auf dem Wort Herzblut. Man spürte die Verbundenheit mit der Firma und dem Patron Peter Spuhler.

Auch die Entwicklung der Mitarbeiterzahlen wurde näher erläutert. Während man in der Schweiz eher moderat wächst, werden im Ausland sehr viele neue Arbeitsplätze generiert. Dies hat einerseits mit den Gegebenheiten in Bussnang zu tun, aber auch mit Grossaufträgen im Ausland. In den USA 

muss Stadler Rail garantieren, dass mindestens 60 % der Wertschöpfung im Land des Bestellers stattfindet. Das führte zur Gründung von einem neuen Werk in Salt Lake City.

Auch während der Führung in zwei Gruppen ist diese Verbundenheit und Nähe zur obersten Führung mehrfach betont worden.

Die Führungen waren auch aus rein technischer Sicht sehr interessant. Die Entwicklung von der Idee bis zum fertigen Zug dauert mehrere Jahre. In einem, in der Fertigung stehenden Eisenbahnwagen, zu stehen und zu sehen, was da alles an Technik notwendig ist, ist das sehr gut nachzuvollziehen. Schienenfahrzeuge sind auch an sehr strenge Sicherheitsregeln gebunden und die damit verbundenen Tests sind streng und zeitintensiv.

Auf Grund der vielen interessanten Fragen wurde die Zeit knapp und Daniel Roth, konnte die Generalversammlung gerade noch rechtzeitig beginnen.

Was wir hörten und sahen hat uns alle begeistert. Wir erlebten eine tolle und sehr gastfreundliche Firma, die uns mit Ihren Produkten tagtäglich begegnet. Bei zukünftigen Zugsfahrten werden wir uns gerne an den Besuch zurückerinnern.

Zum Schluss noch zwei, drei Zahlen zur Wertsteigerung von Stadler Rail von 1989 bis heute:
1989 bekam Peter Spuler von der Thurgauischen Kantonalbank einen ersten Kredit von 5 Mio. CHF für erste grössere Investitionen.
Geschätzte Marktkapitalisierung nach dem Börsengang 3,3 bis 4,1 Mia CHF.

Eine grosse Frage die verschiedentlich während dem Abendessen diskutiert wurde:
Wie entwickelt sich die heutige, immer noch von Pioniergeist geprägte Firmenkultur durch die äusseren Einflüsse, die ein Börsengang mit sich bringt.

Persönlich bin ich gespannte und werde die Entwicklung mit grossem Interesse verfolgen.

Franz Badertscher